Detox steht für Entgiftung. Detox-Kuren, Säfte, Tees, Pulver oder Fußpflaster versprechen, den Körper von angeblich angesammelten Giftstoffen und „Schlacken“ zu befreien. Sie sind in sozialen Medien und besonders nach Feiertagen sehr populär.
Warum ist das wichtig?
Das Konzept beruht auf einer falschen Annahme. Ein gesunder Körper sammelt keine Schlacken an. Leber, Nieren, Darm, Lunge und Haut bauen unerwünschte Stoffe laufend ab und scheiden sie aus. Für eine zusätzliche Entgiftung durch spezielle Produkte gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Der schnelle Gewichtsverlust während einer Detox-Kur entsteht vor allem durch die geringe Energiezufuhr und Wasserverlust.
Manche Detox-Produkte sind teuer, einige können schaden. Stark abführende Tees stören den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt, und sehr einseitige Saftkuren liefern kaum Protein.
Was bedeutet das im Alltag?
Was den eigenen Entgiftungsorganen wirklich hilft, ist unspektakulär:
- auf Nikotin verzichten und Alkohol meiden oder deutlich reduzieren
- abwechslungsreich essen mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchten
- ausreichend Wasser und ungesüßten Tee trinken
- sich regelmäßig bewegen und gut schlafen
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
- „Schlacken“ gibt es im Körper nicht.
- Dunkel verfärbte Detox-Fußpflaster zeigen keine Giftstoffe an. Die Farbe entsteht durch Feuchtigkeit.
- Grüne Smoothies sind in Ordnung, aber sie entgiften nicht.