Mangan ist ein Spurenelement und Bestandteil wichtiger Enzyme. Es ist am Aufbau von Knochen und Knorpel beteiligt, wirkt im Kohlenhydrat- und Aminosäurestoffwechsel mit und ist Teil eines Enzyms, das die Mitochondrien vor oxidativen Schäden schützt.
Warum ist das wichtig?
Mangan kommt reichlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Ein ernährungsbedingter Mangel ist beim Menschen deshalb kaum bekannt. Relevanter ist die Frage einer zu hohen Aufnahme. Größere Mengen, vor allem aus dem Trinkwasser oder durch Einatmen am Arbeitsplatz, können das Nervensystem schädigen und Beschwerden ähnlich wie bei Parkinson auslösen.
Zahlen und Referenzwerte
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert von 2,0 bis 5,0 Milligramm Mangan am Tag an. Besonders reich sind Vollkorngetreide, Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte, Blattgemüse und schwarzer Tee. Menschen, die sich pflanzenbetont oder vegan ernähren, nehmen oft deutlich mehr auf als der Schätzwert vorsieht, was bei Lebensmitteln unbedenklich ist.
Was bedeutet das im Alltag?
Die Versorgung mit Mangan ist bei einer Ernährung mit Vollkorn, Hülsenfrüchten und Nüssen gesichert. Nahrungsergänzungsmittel mit Mangan sind für gesunde Menschen überflüssig. Bei Hausbrunnen kann der Mangangehalt im Wasser erhöht sein und sollte dann geprüft werden.
Wer besonders betroffen ist
Menschen mit schweren Lebererkrankungen scheiden Mangan schlechter aus und können es im Gehirn anreichern. Auch bei langfristiger künstlicher Ernährung muss die Manganzufuhr überwacht werden. Säuglinge sind empfindlicher gegenüber hohen Mangangehalten im Wasser.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
Mangan und Magnesium werden häufig verwechselt. Es sind zwei verschiedene Mineralstoffe mit unterschiedlichen Aufgaben und Bedarfsmengen. Mangan wird nur in sehr kleinen Mengen gebraucht.