Kupfer ist ein Spurenelement und Bestandteil zahlreicher Enzyme. Es wird für die Energiegewinnung in den Zellen, die Bildung von Bindegewebe, die Pigmentierung von Haut und Haaren, die Funktion des Nervensystems und den Eisenstoffwechsel gebraucht. Ohne Kupfer kann Eisen nicht richtig für die Blutbildung verwendet werden.
Warum ist das wichtig?
Ein Kupfermangel ist selten, wird aber leicht übersehen. Er kann eine Blutarmut verursachen, die einem Eisenmangel ähnelt, sowie einen Mangel an weißen Blutkörperchen und Nervenschäden mit Gangunsicherheit. Umgekehrt ist auch zu viel Kupfer schädlich. Bei der erblichen Wilson-Krankheit wird Kupfer nicht ausgeschieden und lagert sich in Leber und Gehirn ab.
Zahlen und Referenzwerte
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert von 1,0 bis 1,5 Milligramm Kupfer am Tag an. Die tolerierbare Höchstmenge der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit liegt bei 5 Milligramm am Tag. Gute Quellen sind Innereien, Nüsse, Samen, Kakao und dunkle Schokolade, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Schalentiere.
Was bedeutet das im Alltag?
Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung versorgt gut mit Kupfer. Aus Kupferleitungen kann bei sehr weichem oder saurem Wasser Kupfer ins Trinkwasser übergehen. Wasser, das länger in der Leitung gestanden hat, sollte deshalb kurz ablaufen, bevor es getrunken oder für Säuglingsnahrung verwendet wird.
Wer besonders betroffen ist
Ein Kupfermangel entsteht vor allem nach Magen- oder Darmoperationen, etwa nach Adipositaschirurgie, bei langfristiger künstlicher Ernährung und durch sehr hohe Zinkpräparate. Zink hemmt die Kupferaufnahme im Darm, und das schon bei längerer Einnahme von mehr als etwa 25 Milligramm Zink am Tag.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
Kupferarmbänder helfen nicht gegen Gelenkschmerzen. Das wurde in kontrollierten Studien untersucht. Auch wird Kupfer über die Haut kaum aufgenommen.