Chrom ist ein Spurenelement, das in Lebensmitteln vor allem als dreiwertiges Chrom vorkommt. Es wird mit dem Kohlenhydratstoffwechsel in Verbindung gebracht und soll die Wirkung von Insulin unterstützen. Wie genau Chrom im Körper wirkt, ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Warum ist das wichtig?
Die Bewertung von Chrom hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) führt es weiterhin als Spurenelement mit Schätzwert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit sah 2014 dagegen keine ausreichenden Belege dafür, dass Chrom für den Menschen lebensnotwendig ist, und hat keinen Referenzwert festgelegt. Ein eindeutiger Chrommangel wurde nur bei wenigen Menschen unter langfristiger künstlicher Ernährung beschrieben.
Zahlen und Referenzwerte
Die DGE gibt für Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert von 30 bis 100 Mikrogramm am Tag an. Chrom steckt in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Fleisch, Käse, Pilzen und Gewürzen. Auch beim Kochen in Edelstahltöpfen gehen kleine Mengen in die Speisen über. Der Gehalt in Lebensmitteln schwankt stark.
Was bedeutet das im Alltag?
Mit einer abwechslungsreichen Ernährung, die reich an Vollkorn und wenig verarbeitet ist, ist die Versorgung gesichert. Stark verarbeitete, zuckerreiche Lebensmittel liefern dagegen wenig Chrom.
Wer besonders betroffen ist
Ein Risiko für eine unzureichende Versorgung besteht allenfalls bei langfristiger künstlicher Ernährung ohne Chromzusatz. Für Menschen mit Diabetes wird Chrom häufig beworben, eine gesicherte Wirkung auf den Blutzucker gibt es aber nicht.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
Chrompicolinat wird als Schlankmacher und Heißhungerbremse vermarktet. Studien zeigen allenfalls minimale Effekte auf das Körpergewicht, die im Alltag keine Rolle spielen. Heißhunger lässt sich besser über regelmäßige Mahlzeiten mit Ballaststoffen und Eiweiß steuern.