Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel in dosierter Form, zum Beispiel Kapseln, Tabletten, Pulver, Tropfen oder Trinkampullen. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe oder andere Stoffe in konzentrierter Form und sollen die normale Ernährung ergänzen. Im Alltag heißen sie oft kurz Supplemente.

Wie Nahrungsergänzungsmittel geregelt sind

In Deutschland brauchen Nahrungsergänzungsmittel keine Zulassung wie Arzneimittel. Hersteller müssen ein Produkt beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) lediglich anzeigen. Diese Anzeige ist keine inhaltliche Prüfung. Für Sicherheit und korrekte Werbung sind die Hersteller selbst verantwortlich.

Verbindliche Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe gibt es weder in Deutschland noch in der EU. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deshalb eigene Höchstmengen als Orientierung.

Sinnvoll oder überflüssig?

Wer gesund ist und abwechslungsreich isst, braucht in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel. Es gibt aber klar umrissene Situationen, in denen ein Präparat empfohlen wird, etwa Vitamin B12 bei veganer Ernährung oder Folsäure bei Kinderwunsch. Die Übersicht dazu steht unter Wann Supplemente sinnvoll sind.

Vorsicht ist geboten, wenn mehrere Präparate kombiniert, sehr hohe Dosierungen gewählt oder Medikamente eingenommen werden. Einige Stoffe können die Wirkung von Arzneimitteln verändern, mehr dazu unter Wechselwirkungen.

Werbeversprechen kritisch prüfen

Viele Produkte werben mit Energie, Immunsystem, Haut, Haaren, Detox oder Hormonbalance. Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) beschreiben, wofür ein Nährstoff im Körper gebraucht wird. Sie sagen nichts darüber aus, ob die einzelne Person das Produkt benötigt.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

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