Molybdän

Molybdän ist ein Spurenelement, das der Körper nur in sehr kleinen Mengen braucht. Es ist Bestandteil von Enzymen, die schwefelhaltige Aminosäuren abbauen, Harnsäure bilden und bestimmte Fremdstoffe und Medikamente verstoffwechseln.

Warum ist das wichtig?

Ein ernährungsbedingter Molybdänmangel ist beim Menschen nicht bekannt. Beschrieben ist er nur bei langfristiger künstlicher Ernährung ohne Molybdän. Daneben gibt es einen sehr seltenen angeborenen Defekt, bei dem der Körper den molybdänhaltigen Cofaktor nicht bilden kann. Er führt schon im Säuglingsalter zu schweren Schäden des Nervensystems, hängt aber nicht mit der Ernährung zusammen.

Zahlen und Referenzwerte

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert von 50 bis 100 Mikrogramm Molybdän am Tag an. Gute Quellen sind Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse, Innereien und Milchprodukte. Der Gehalt in pflanzlichen Lebensmitteln hängt stark vom Boden ab, auf dem sie gewachsen sind.

Was bedeutet das im Alltag?

Wer regelmäßig Hülsenfrüchte, Vollkorn und Nüsse isst, ist gut mit Molybdän versorgt. Präparate sind für gesunde Menschen überflüssig. Sehr hohe Mengen können den Kupferstoffwechsel stören und die Harnsäure erhöhen.

Wer besonders betroffen ist

Eine Überwachung ist nur bei langfristiger künstlicher Ernährung nötig. Menschen mit Gicht sollten auf molybdänhaltige Präparate verzichten, da Molybdän an der Bildung von Harnsäure beteiligt ist.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Molybdän ist lebensnotwendig, wird aber in so kleinen Mengen gebraucht, dass eine übliche Ernährung den Bedarf mühelos deckt. Eine eigene Aufmerksamkeit im Alltag braucht es nicht.

Verwandte Begriffe

Quellen