Vollkorn und Getreide

Getreide und Getreideprodukte wie Brot, Nudeln, Reis und Haferflocken sind in Deutschland eine Hauptquelle für Energie. Bei Vollkornprodukten wird das ganze Korn mit Keimling und Randschichten verwendet. Genau dort sitzen die meisten Ballaststoffe, B-Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe.

Warum ist das wichtig?

Vollkorn liefert im Vergleich zu Weißmehl ein Vielfaches an Ballaststoffen, Magnesium, Eisen und B-Vitaminen. Es lässt den Blutzucker langsamer ansteigen und sättigt länger. Große Beobachtungsstudien verbinden einen hohen Vollkornverzehr mit einem geringeren Risiko für Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs.

Zahlen und Referenzwerte

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt etwa 5 Portionen Getreideprodukte und Kartoffeln am Tag, das sind rund 300 g, und dabei bevorzugt die Vollkornvariante. Kartoffeln werden mit etwa einer Portion von 250 g pro Woche berücksichtigt.

Was bedeutet das im Alltag?

Dunkle Farbe bedeutet nicht Vollkorn. Viele dunkle Brote sind mit Malz gefärbt. Sicherheit gibt die Bezeichnung „Vollkornbrot“, die mindestens 90 Prozent Vollkornanteil vorschreibt, oder der Blick in die Zutatenliste.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • Brot macht nicht dick. Entscheidend sind Menge, Belag und Vollkornanteil.
  • Mehrkornbrot ist nicht automatisch Vollkornbrot.
  • Glutenfreie Produkte sind für Menschen ohne Zöliakie nicht gesünder.

Verwandte Begriffe

Quellen