Triglyceride

Triglyceride sind die häufigste Fettform in Lebensmitteln und im Körper. Sie dienen als Energiespeicher im Fettgewebe und werden im Blut in Lipoproteinen transportiert. Nach einer Mahlzeit steigen sie vorübergehend an. Die Leber bildet zudem selbst Triglyceride, besonders aus überschüssigem Zucker und Alkohol.

Warum ist das wichtig?

Dauerhaft erhöhte Triglyceride gehen mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher, meist zusammen mit niedrigem HDL (High-Density-Lipoprotein), Bauchfett und Insulinresistenz. Sehr hohe Werte können eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse auslösen, eine gefährliche Erkrankung. Erhöhte Triglyceride sind außerdem ein häufiger Hinweis auf eine Fettleber.

Zahlen und Referenzwerte

Nüchtern gelten Werte unter 150 mg/dl als günstig. Zwischen 150 und 500 mg/dl spricht man von einer leichten bis mittleren Erhöhung. Ab etwa 500 mg/dl und besonders ab 1.000 mg/dl steigt das Risiko für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung deutlich. Nicht nüchtern gemessen gelten Werte bis 175 mg/dl als unauffällig.

Was bedeutet das im Alltag?

Triglyceride reagieren schneller und stärker auf Lebensstiländerungen als das LDL (Low-Density-Lipoprotein). Weniger Alkohol ist oft die wirksamste Maßnahme. Zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten, Säfte und Weißmehlprodukte sollten reduziert werden. Eine Gewichtsabnahme, regelmäßige Bewegung und fetter Seefisch ein- bis zweimal pro Woche senken die Werte zusätzlich. Bei sehr hohen Werten kann eine deutlich fettreduzierte Kost nötig sein.

Wer besonders betroffen ist

Erhöhte Triglyceride finden sich häufig bei Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Fettleber, hohem Alkoholkonsum, Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen und unter bestimmten Medikamenten. Es gibt auch erbliche Formen.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Erhöhte Triglyceride entstehen weniger durch das Fett in der Nahrung als durch Zucker, Alkohol und überschüssige Energie. Eine zuckerreiche Low-Fat-Ernährung kann die Werte sogar erhöhen.

Verwandte Begriffe

Quellen