Koronare Herzkrankheit

Bei der koronaren Herzkrankheit, kurz KHK, sind die Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose verengt. Der Herzmuskel wird dadurch vor allem unter Belastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Typisch ist ein Engegefühl oder Druck in der Brust, die Angina pectoris. Verschließt sich ein Gefäß vollständig, kommt es zum Herzinfarkt.

Warum ist das wichtig?

Die KHK gehört in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Sie entwickelt sich über viele Jahre und wird von denselben Risikofaktoren angetrieben wie die Arteriosklerose insgesamt. Nach einem Herzinfarkt oder einer Stent-Behandlung ist ein gesunder Lebensstil ein fester Bestandteil der Therapie und senkt das Risiko weiterer Ereignisse.

Zahlen und Referenzwerte

Die Deutsche Herzstiftung geht von mehreren Millionen Menschen mit KHK in Deutschland aus. Für Menschen mit gesicherter KHK empfehlen die europäischen Leitlinien einen sehr niedrigen LDL-Zielwert (LDL: Low-Density-Lipoprotein), meist unter 55 mg/dl, der in der Regel nur mit Medikamenten erreicht wird. Ernährung und Medikamente ergänzen sich dabei.

Was bedeutet das im Alltag?

Eine herzgesunde Ernährung stellt Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und Pflanzenöle in den Mittelpunkt. Fisch ein- bis zweimal pro Woche, wenig rotes und verarbeitetes Fleisch, wenig Salz und möglichst kein Alkohol runden das Bild ab. Die spanische PREDIMED-Studie zeigte bei Menschen mit hohem Risiko weniger Herz-Kreislauf-Ereignisse unter einer mediterranen Kost mit Olivenöl oder Nüssen. In der Herzrehabilitation wird dieses Muster gemeinsam mit Bewegung und Rauchstopp eingeübt.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Frauen erleben einen Herzinfarkt häufiger mit untypischen Beschwerden wie Übelkeit, Atemnot oder Oberbauchschmerzen. Die KHK gilt zu Unrecht als reine Männerkrankheit. Auch wer Cholesterinsenker nimmt, profitiert weiterhin von einer herzgesunden Ernährung.

Verwandte Begriffe

Quellen