Arteriosklerose

Arteriosklerose, umgangssprachlich Gefäßverkalkung, ist eine langsam fortschreitende Veränderung der Arterienwände. Cholesterinhaltige Partikel lagern sich in der Gefäßwand ab, lösen dort eine Entzündungsreaktion aus und bilden über Jahre sogenannte Plaques. Die Gefäße werden enger und unelastischer.

Warum ist das wichtig?

Arteriosklerose ist die gemeinsame Grundlage der häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Betrifft sie die Herzkranzgefäße, entsteht eine koronare Herzkrankheit. In den Halsschlagadern und Hirngefäßen erhöht sie das Schlaganfallrisiko, in den Beinen führt sie zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Reißt eine Plaque auf, kann sich ein Blutgerinnsel bilden und ein Gefäß plötzlich verschließen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland für rund ein Drittel aller Todesfälle verantwortlich.

Zahlen und Referenzwerte

Die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren sind ein erhöhtes LDL-Cholesterin, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Übergewicht und Bewegungsmangel. Je länger und stärker sie wirken, desto rascher schreitet die Veränderung voran. Welcher LDL-Zielwert (LDL: Low-Density-Lipoprotein) gilt, hängt vom persönlichen Gesamtrisiko ab.

Was bedeutet das im Alltag?

Die Ernährung wirkt über mehrere Wege zugleich. Weniger gesättigte Fettsäuren und mehr ungesättigte Fette senken das LDL-Cholesterin. Weniger Salz und mehr Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte senken den Blutdruck. Vollkorn und Ballaststoffe verbessern Blutzucker und Blutfette. Eine mediterrane Ernährung bündelt diese Effekte und ist für die Herz-Kreislauf-Vorbeugung gut untersucht. Rauchstopp und regelmäßige Bewegung verstärken die Wirkung.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Einmal entstandene Ablagerungen lassen sich durch bestimmte Lebensmittel, Knoblauchkapseln oder Entgiftungskuren nicht auflösen. Eine konsequente Senkung der Risikofaktoren kann Plaques aber stabilisieren und das Fortschreiten deutlich bremsen.

Verwandte Begriffe

Quellen