Vitamin B5 (Pantothensäure)

Pantothensäure gehört zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und wird auch Vitamin B5 genannt. Sie ist Bestandteil des Coenzyms A, einem Schlüsselmolekül des Stoffwechsels. Coenzym A wird für den Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Aminosäuren gebraucht und ebenso für den Aufbau von Fettsäuren, Cholesterin, Steroidhormonen und dem Botenstoff Acetylcholin.

Warum ist das wichtig?

Der Name leitet sich vom griechischen „pantothen“ ab, was so viel wie „von überall“ bedeutet. Das passt, denn Pantothensäure kommt in fast allen Lebensmitteln vor. Ein Mangel ist deshalb bei üblicher Ernährung praktisch unbekannt. Er wurde nur in Hungersituationen oder in Studien mit gezielt pantothensäurefreier Kost beobachtet und äußerte sich unter anderem durch Müdigkeit, Kribbeln und Brennen in den Füßen.

Zahlen und Referenzwerte

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert von 5 Milligramm am Tag an, in der Stillzeit 7 Milligramm. Besonders reich an Pantothensäure sind Leber, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Pilze. Auch viele Gemüse tragen zur Versorgung bei.

Was bedeutet das im Alltag?

Für die meisten Menschen ist Pantothensäure kein Nährstoff, auf den sie besonders achten müssen. Da sie hitze- und säureempfindlich ist, gehen beim Kochen, Konservieren und bei stark verarbeiteten Lebensmitteln Anteile verloren. Eine Ernährung mit vielen frischen und gering verarbeiteten Zutaten sichert die Versorgung ganz nebenbei.

Wer besonders betroffen ist

Ein Risiko für eine unzureichende Versorgung besteht allenfalls bei schwerer Mangelernährung, chronischem Alkoholkonsum oder sehr einseitiger Kost, dann meist zusammen mit Defiziten anderer B-Vitamine.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Pantothensäure wird in Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetik gegen Haarausfall und Akne beworben. Für gesunde Menschen ohne Mangel ist ein Nutzen nicht belegt. Dexpanthenol in Wundsalben ist eine äußerlich angewendete Vorstufe und hat mit der Ernährung nichts zu tun.

Verwandte Begriffe

Quellen