Vitamin K

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin mit zwei natürlichen Hauptformen. Vitamin K1, das Phyllochinon, stammt aus grünen Pflanzen. Vitamin K2, die Menachinone, wird von Bakterien gebildet und kommt in fermentierten und tierischen Lebensmitteln vor. Vitamin K aktiviert Gerinnungsfaktoren im Blut und Eiweiße, die für den Einbau von Calcium in die Knochen wichtig sind.

Warum ist das wichtig?

Ohne Vitamin K kann das Blut nicht richtig gerinnen. Ein Mangel zeigt sich durch Blutungsneigung, etwa Nasen- und Zahnfleischbluten oder Blutergüsse. Bei gesunden Erwachsenen ist er selten. Neugeborene haben dagegen nur geringe Vorräte, und Muttermilch enthält wenig Vitamin K. Deshalb bekommen Säuglinge in Deutschland bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen Vitamin-K-Tropfen, um gefährlichen Blutungen vorzubeugen.

Zahlen und Referenzwerte

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt Schätzwerte von 60 bis 65 Mikrogramm für Frauen und 70 bis 80 Mikrogramm für Männer an. Schon eine Portion Grünkohl, Spinat, Brokkoli oder Rosenkohl liefert ein Mehrfaches davon. Auch Salate, Kräuter, Sauerkraut, Käse, Eier und das japanische Sojaprodukt Natto tragen zur Versorgung bei.

Was bedeutet das im Alltag?

Regelmäßig grünes Gemüse sichert die Versorgung und liefert zugleich Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Mit etwas Fett in der Mahlzeit wird Vitamin K besser aufgenommen.

Wer besonders betroffen ist

Ein Mangel kann bei Störungen der Fettaufnahme, bei chronischen Leber- und Darmerkrankungen und nach längerer Antibiotikatherapie auftreten. Für Menschen, die Gerinnungshemmer vom Cumarin-Typ wie Phenprocoumon einnehmen, ist eine gleichmäßige Zufuhr wichtig, weil Vitamin K deren Wirkung abschwächt.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Vitamin-K2-Präparate werden häufig zusammen mit Vitamin D für Knochen und Gefäße beworben. Ein Nutzen für gesunde, gut versorgte Menschen ist bislang nicht ausreichend belegt. Vitamin-K-reiche Lebensmittel sind auch bei Gerinnungsmedikamenten nicht verboten. Entscheidend ist die gleichbleibende Menge.

Verwandte Begriffe

Quellen