Natrium ist ein Mineralstoff, der vor allem in der Flüssigkeit außerhalb der Zellen vorkommt. Es steuert gemeinsam mit Chlorid und Kalium den Wasserhaushalt, das Blutvolumen und damit den Blutdruck. Außerdem ist es an der Weiterleitung von Nervenimpulsen und an der Aufnahme von Nährstoffen im Darm beteiligt.
Warum ist das wichtig?
Natrium nehmen wir fast ausschließlich über Kochsalz auf. Das Problem in Deutschland ist das Zuviel. Eine hohe Salzzufuhr erhöht den Blutdruck und damit das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenerkrankungen. Besonders salzempfindlich reagieren ältere Menschen, Menschen mit Übergewicht, Diabetes oder Nierenerkrankungen. Ein Natriummangel durch die Ernährung ist dagegen selten.
Zahlen und Referenzwerte
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Erwachsene einen Schätzwert von 1.500 Milligramm Natrium am Tag an. Als Orientierung für Salz empfiehlt die DGE höchstens 6 Gramm am Tag, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weniger als 5 Gramm. Ein Gramm Natrium entspricht etwa 2,5 Gramm Salz. Auf Nährwerttabellen wird nur der Salzgehalt angegeben. Tatsächlich essen Männer in Deutschland im Schnitt etwa 10 Gramm und Frauen etwa 8 Gramm Salz am Tag.
Was bedeutet das im Alltag?
Rund drei Viertel des Salzes stammen aus verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot und Brötchen, Wurst, Käse, Fertiggerichten, Soßen, Snacks und Gerichten aus Kantine oder Restaurant. Selbst kochen, Kräuter, Gewürze und Zitrone verwenden und Produkte anhand der Nährwerttabelle vergleichen, senkt die Menge spürbar. Der Geschmack gewöhnt sich innerhalb weniger Wochen an weniger Salz. Wenn gesalzen wird, dann mit Jodsalz.
Wer besonders betroffen ist
Menschen mit Bluthochdruck, Herzschwäche und Nierenerkrankungen profitieren besonders von weniger Salz. Ein zu niedriger Natriumspiegel im Blut kann bei älteren Menschen, durch bestimmte Medikamente oder bei extremem Trinken im Ausdauersport auftreten.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
Meersalz, Himalayasalz und Fleur de Sel sind nicht gesünder als normales Speisesalz. Sie bestehen ebenfalls fast vollständig aus Natriumchlorid und enthalten meist kein Jod.