Nährwerttabelle und Zutatenliste

Verpackte Lebensmittel müssen in der EU nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) einheitlich gekennzeichnet werden. Die wichtigsten Angaben für eine gesunde Auswahl sind die Nährwerttabelle und die Zutatenliste.

Warum ist das wichtig?

Die Kennzeichnung macht sichtbar, was in einem Produkt steckt, und ermöglicht Vergleiche. Für Menschen mit Allergien ist sie unverzichtbar. Werbeaussagen auf der Vorderseite wie „mit Vollkorn“ oder „reich an Protein“ geben dagegen oft ein geschöntes Bild.

Was auf der Verpackung stehen muss

Die Nährwerttabelle nennt pro 100 g oder 100 ml sieben Werte: Energie, Fett, davon gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, davon Zucker, Eiweiß und Salz. Ballaststoffe und Vitamine sind freiwillige Angaben.

Die Zutatenliste führt alle Zutaten in absteigender Reihenfolge ihres Gewichts auf. Die 14 wichtigsten Allergene wie Gluten, Milch, Eier, Erdnüsse, Schalenfrüchte, Soja, Fisch und Sellerie müssen hervorgehoben sein, meist fett gedruckt. Wird eine Zutat im Namen oder auf dem Bild betont, muss ihr Anteil in Prozent angegeben werden.

Was bedeutet das im Alltag?

  • Werte pro 100 g vergleichen, weil Portionsangaben der Hersteller sehr unterschiedlich ausfallen
  • Zucker in der Zutatenliste unter mehreren Namen suchen, etwa Glukosesirup, Dextrose oder Maltodextrin
  • Beim Salz gelten mehr als 1,5 g pro 100 g als viel, bei Zucker mehr als 22,5 g und bei gesättigten Fettsäuren mehr als 5 g
  • Die Mengenangabe hervorgehobener Zutaten prüfen, zum Beispiel wie viel Erdbeere im Erdbeerjoghurt steckt

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • „Ohne Zuckerzusatz“ heißt nicht zuckerfrei, der Zucker kann aus Saft oder Trockenobst stammen.
  • „Light“ bedeutet nur 30 Prozent weniger eines Bestandteils im Vergleich zu einem Vergleichsprodukt.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Viele Lebensmittel sind danach noch genießbar.

Verwandte Begriffe

Quellen