Zusatzstoffe

Zusatzstoffe sind Stoffe, die Lebensmitteln aus technischen Gründen zugesetzt werden, etwa um sie haltbar zu machen, Farbe oder Konsistenz zu verbessern oder sie zu süßen. In der EU sind rund 300 Zusatzstoffe zugelassen. Sie tragen eine E-Nummer, die in der Zutatenliste steht, manchmal auch ausgeschrieben mit Namen.

Warum ist das wichtig?

Zusatzstoffe dürfen in der EU nur verwendet werden, wenn die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sie als gesundheitlich unbedenklich bewertet hat, sie technisch notwendig sind und Verbraucher:innen nicht täuschen. Für viele Stoffe gibt es eine duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI). Alte Zulassungen werden laufend neu bewertet. So wurde der Farbstoff Titandioxid (E 171) 2022 in der EU verboten.

Einige Zusatzstoffe stehen in der Diskussion, zum Beispiel bestimmte Emulgatoren wegen möglicher Effekte auf die Darmschleimhaut oder Phosphate wegen der Belastung der Nieren. Die Datenlage beim Menschen ist hier oft noch begrenzt.

GruppeE-NummernBeispiele
FarbstoffeE 100 bis E 180Beta-Carotin (E 160a)
KonservierungsstoffeE 200 bis E 290Sorbinsäure (E 200), Nitritpökelsalz (E 250)
AntioxidationsmittelE 300 bis E 340Ascorbinsäure (E 300)
Verdickungs- und Geliermittel, EmulgatorenE 400 bis E 495Pektin (E 440), Lecithin (E 322)
GeschmacksverstärkerE 620 bis E 650Glutamat (E 621)
SüßungsmittelE 950 bis E 969Aspartam (E 951), Erythrit (E 968)

Was bedeutet das im Alltag?

Viele Zusatzstoffe sind harmlos oder sogar natürlichen Ursprungs, etwa Vitamin C als Antioxidationsmittel. Eine lange Liste an Zusatzstoffen ist aber oft ein Hinweis auf ein stark verarbeitetes Produkt. Wer überwiegend frisch kocht, nimmt automatisch weniger davon auf.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • E-Nummern sind nicht automatisch künstlich oder schädlich. Auch Vitamin C hat eine E-Nummer.
  • „Ohne Zusatzstoffe“ bedeutet nicht ohne Zucker, Salz oder Aromen.
  • Glutamat ist nach aktueller Bewertung in üblichen Mengen unbedenklich.

Verwandte Begriffe

Quellen