Basenfasten

Beim Basenfasten wird für einige Tage oder Wochen ausschließlich gegessen, was als basisch gilt, also vor allem Gemüse, Obst, Kartoffeln, Kräuter, Sprossen und manche Nüsse. Getreide, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Kaffee, Alkohol und Zucker werden gemieden. Anders als beim Heilfasten wird dabei gegessen, nur eben stark ausgewählt.

Warum ist das wichtig?

Begründet wird Basenfasten mit einer angeblichen Übersäuerung des Körpers durch moderne Ernährung, die Müdigkeit, Gelenkbeschwerden oder Hautprobleme verursachen soll. Diese Annahme lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Der Körper hält den pH-Wert des Blutes mit Lunge, Nieren und Puffersystemen sehr konstant. Eine ernährungsbedingte Übersäuerung ist bei gesunden Menschen nicht zu erwarten. Ausführlicher erklärt das die Seite zum Säure-Basen-Haushalt.

Zahlen und Referenzwerte

Der pH-Wert des Blutes liegt beim gesunden Menschen stabil zwischen 7,35 und 7,45. Der pH-Wert des Urins schwankt dagegen stark mit der Ernährung. Er zeigt, dass die Nieren überschüssige Säuren oder Basen zuverlässig ausscheiden, und sagt nichts über eine Übersäuerung des Körpers aus.

Was bedeutet das im Alltag?

Wer sich während des Basenfastens wohler fühlt, profitiert wahrscheinlich von anderen Dingen: viel Gemüse und Obst, kein Alkohol, kein Zucker und weniger stark verarbeitete Lebensmittel. Das sind sinnvolle Gewohnheiten, die sich auch ohne Fastenkonzept dauerhaft übernehmen lassen. Wochenlang auf Getreide, Hülsenfrüchte und Milchprodukte zu verzichten, erschwert hingegen die Versorgung mit Protein, Calcium, Jod und Ballaststoffen.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Zitronen schmecken sauer und gelten trotzdem als basisch, weil es um die Wirkung nach dem Stoffwechsel geht. Solche Tabellen stiften oft mehr Verwirrung, als sie nutzen. Auch ist Eiweiß nicht grundsätzlich schädlich, nur weil es im Stoffwechsel Säuren liefert.

Verwandte Begriffe

Quellen