Dinner Cancelling

Beim Dinner-Cancelling wird an einem oder mehreren Tagen pro Woche das Abendessen ausgelassen. Nach dem Mittagessen, meist ab etwa 16 oder 17 Uhr, wird bis zum nächsten Morgen nichts mehr gegessen. Erlaubt sind Wasser und ungesüßte Tees. Damit ist Dinner-Cancelling eine Variante des Intervallfastens mit einem frühen Essfenster.

Warum ist das wichtig?

Die Methode wurde ursprünglich mit einer verbesserten nächtlichen Ausschüttung von Wachstumshormon und Melatonin beworben, was die Zellerneuerung fördern und das Altern bremsen soll. Für diese Versprechen gibt es beim Menschen keine belastbaren Belege. Sinnvoll kann Dinner-Cancelling trotzdem sein, weil späte, üppige Mahlzeiten und Snacks vor dem Fernseher wegfallen. Das senkt die Energiezufuhr und kann Schlaf und Sodbrennen verbessern.

Zahlen und Referenzwerte

Empfohlen werden meist zwei bis drei Abende pro Woche. Die Fastenzeit liegt dann bei etwa 14 bis 16 Stunden. Studien zu frühen Essfenstern deuten darauf hin, dass der Blutzucker- und Insulinstoffwechsel am Morgen und Mittag effizienter arbeitet als am späten Abend. Die Effekte sind aber klein und die Studien meist kurz.

Was bedeutet das im Alltag?

Damit der Abend ohne Heißhunger gelingt, sollte das Mittagessen sättigend sein, etwa mit Vollkorn, Hülsenfrüchten, Gemüse und einer Eiweißquelle. Ein ungesüßter Kräutertee am Abend hilft über die Gewohnheit hinweg. Soziale Anlässe wie das Familienessen lassen sich durch die Wahl der Tage berücksichtigen.

Wer besonders betroffen ist

Für Schichtarbeitende, Menschen mit Kindern und alle, deren Hauptmahlzeit am Abend stattfindet, ist die Methode schwer umzusetzen. Ungeeignet ist sie für Kinder, Schwangere, Stillende, Menschen mit Untergewicht oder Essstörungen.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Essen nach 18 Uhr macht nicht an sich dick. Entscheidend sind Menge und Auswahl über den ganzen Tag. Wer abends isst, kann genauso gesund essen wie jemand, der das Abendessen auslässt.

Verwandte Begriffe

Quellen