Rund jede sechste erwerbstätige Person in Deutschland arbeitet in Schicht. Nachtarbeit bringt die innere Uhr durcheinander, die Verdauung, Hormone und Stoffwechsel im Tagesverlauf steuert. Nachts ist der Körper auf Ruhe eingestellt und verarbeitet Nahrung schlechter.
Warum ist das wichtig?
Warum ist das wichtig?
Langfristige Schichtarbeit ist mit einem höheren Risiko für Übergewicht, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Beschwerden verbunden. Auch Menschen mit jahrelanger Erfahrung im Nachtdienst passen ihren inneren Rhythmus nicht vollständig an.
Was bedeutet das im Alltag?
Was bedeutet das im Alltag?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für die Nachtschicht:
- vor Schichtbeginn eine warme Hauptmahlzeit essen
- die Mahlzeit während der Nachtschicht leicht halten, etwa Gemüsesuppe, belegtes Vollkornbrot oder Wraps, möglichst vor Mitternacht
- in der zweiten Nachthälfte auf Mahlzeiten verzichten oder nur einen kleinen Snack wie Obst oder Joghurt essen
- nach der Schicht ein kleines Frühstück, damit Hunger den Schlaf nicht stört
- regelmäßig Wasser oder ungesüßten Tee trinken
- Koffein nur in der ersten Schichthälfte, damit der Schlaf danach gelingt
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
Häufige Missverständnisse
- Nachts Süßes gegen Müdigkeit hilft nur kurz und belastet den Stoffwechsel.
- Große, fettreiche Mahlzeiten in der Nacht liegen schwer im Magen und verschlechtern den Schlaf danach.
- Durchhalten ohne Essen ist keine Lösung. Eine leichte Mahlzeit vor Mitternacht ist sinnvoll.
Verwandte Begriffe
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Quellen
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