Carotinoide

Carotinoide sind fettlösliche Farbstoffe, die Karotten, Kürbis, Tomaten, Paprika und Aprikosen ihre gelbe, orange oder rote Farbe geben. In grünem Gemüse sind sie ebenfalls reichlich enthalten, werden dort aber vom Blattgrün überdeckt. Bekannt sind über 700 Carotinoide.

Warum ist das wichtig?

Einige Carotinoide, vor allem Beta-Carotin, kann der Körper in Vitamin A umwandeln. Sie tragen damit zur Versorgung von Augen, Haut und Immunsystem bei. Lutein und Zeaxanthin reichern sich in der Netzhaut an und werden mit einem geringeren Risiko für altersbedingte Augenerkrankungen in Verbindung gebracht. Lycopin aus Tomaten wird im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Gesundheit untersucht.

CarotinoidTypische Lebensmittel
Beta-CarotinKarotten, Süßkartoffeln, Kürbis, Aprikosen, Grünkohl
LycopinTomaten und Tomatenprodukte, Wassermelone
Lutein und ZeaxanthinGrünkohl, Spinat, Brokkoli, Mais, Eigelb

Was bedeutet das im Alltag?

Carotinoide sind fettlöslich. Mit etwas Öl zubereitet nimmt der Körper deutlich mehr davon auf. Leichtes Erhitzen und Zerkleinern verbessert die Verfügbarkeit zusätzlich. Tomatensoße liefert deshalb mehr verfügbares Lycopin als rohe Tomaten.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • Aus Lebensmitteln sind Carotinoide unbedenklich. Die Risiken betreffen isolierte Präparate.
  • Eine leicht gelbliche Haut nach sehr viel Karotten ist harmlos und verschwindet wieder.
  • Karotten verbessern die Sehkraft nicht über das normale Maß hinaus.

Verwandte Begriffe

Quellen