Flavonoide sind eine große Untergruppe der Polyphenole. Sie färben Blüten, Früchte und Blätter gelb, rot, blau und violett. Bekannt sind mehrere tausend Verbindungen, die sich in einige Hauptgruppen ordnen lassen.
Warum ist das wichtig?
Flavonoide sind die in der Ernährung am besten untersuchten Pflanzenstoffe. Beobachtungsstudien verbinden eine hohe Aufnahme mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einigen Krebsarten. Diskutiert werden Wirkungen auf die Elastizität der Blutgefäße, den Blutdruck und Entzündungsprozesse.
| Untergruppe | Beispiel | Typische Lebensmittel |
|---|---|---|
| Flavonole | Quercetin | Zwiebeln, Äpfel, Grünkohl |
| Flavanole | Catechine | grüner und schwarzer Tee, Kakao, Äpfel |
| Anthocyane | Cyanidin | Heidelbeeren, Kirschen, Rotkohl, Auberginen |
| Flavanone | Hesperidin | Orangen, Zitronen, Grapefruit |
| Flavone | Apigenin | Petersilie, Sellerie |
| Isoflavone | Genistein | Soja, siehe Phytoöstrogene |
Was bedeutet das im Alltag?
Flavonoide stecken vor allem in den Schalen und äußeren Schichten. Äpfel mit Schale, rote Zwiebeln, Beeren, Zitrusfrüchte und Tee sind unkomplizierte Quellen. Viele Flavonoide sind wasserlöslich und hitzeempfindlich. Kurzes Dünsten erhält mehr davon als langes Kochen.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
- Dunkle Schokolade liefert Flavanole, aber auch viel Zucker und Fett. Kleine Mengen genügen.
- Grüner Tee in der Tasse ist etwas anderes als hoch dosierter Grüntee-Extrakt.