Bei einer Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter, etwa am Bauchfell oder an den Eierstöcken. Es reagiert auf den Monatszyklus und kann Entzündungen, Verwachsungen und starke Schmerzen verursachen. Schätzungen zufolge ist etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter betroffen, oft wird die Erkrankung erst nach Jahren erkannt.
Warum ist das wichtig?
Endometriose kann starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Verdauungsbeschwerden, Erschöpfung und unerfüllten Kinderwunsch verursachen. Viele Betroffene suchen nach Möglichkeiten, ihre Beschwerden über die Ernährung zu lindern.
Was über Ernährung bekannt ist
Die Studienlage ist bisher dünn. Einige Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Omega-3-Fettsäuren und wenig rotem Fleisch und Alkohol günstig sein könnte. Für Diäten wie glutenfrei oder eine spezielle Endometriose-Diät gibt es keine belastbaren Belege. Da viele Betroffene auch Darmbeschwerden haben, kann bei Reizdarm-ähnlichen Symptomen eine begleitete FODMAP-arme Ernährung (FODMAP: fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole) hilfreich sein.
Was bedeutet das im Alltag?
Eine ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung schadet nicht und stärkt die allgemeine Gesundheit. Ein Tagebuch zu Ernährung, Zyklus und Beschwerden kann helfen, persönliche Zusammenhänge zu erkennen.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
- Endometriose lässt sich nicht durch Ernährung heilen.
- Soja und Phytoöstrogene aus Lebensmitteln müssen nach aktuellem Wissen nicht gemieden werden.
- Eine glutenfreie Ernährung ist ohne Zöliakie nicht nachweislich hilfreich.