Bauchfett

Bauchfett bezeichnet Fettgewebe im Bauchraum. Man unterscheidet das Unterhautfett, das man greifen kann, und das viszerale Fett, das sich um die inneren Organe wie Leber, Darm und Bauchspeicheldrüse legt. Gesundheitlich bedeutsam ist vor allem das viszerale Fett.

Warum ist das wichtig?

Viszerales Fett ist stoffwechselaktiv. Es gibt Fettsäuren, Hormone und entzündungsfördernde Botenstoffe ins Blut ab, die direkt zur Leber gelangen. Dadurch fördert es Insulinresistenz, Fettleber, erhöhte Blutfette und Bluthochdruck. Menschen mit viel Bauchfett haben deshalb ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch wenn ihr Body-Mass-Index (BMI) normal ist.

Zahlen und Referenzwerte

Der Taillenumfang ist ein einfaches Maß für Bauchfett. Bei Frauen gilt ein Umfang ab 80 Zentimetern als erhöht und ab 88 Zentimetern als deutlich erhöht. Bei Männern liegen die Grenzen bei 94 und 102 Zentimetern. Ein weiteres Maß ist das Verhältnis von Taille zu Körpergröße. Liegt es über 0,5, ist also die Taille mehr als halb so groß wie die Körpergröße, steigt das Risiko. Gemessen wird in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm.

Was bedeutet das im Alltag?

Viszerales Fett reagiert gut auf Veränderungen. Schon eine moderate Gewichtsabnahme verringert es überproportional. Regelmäßige Bewegung, vor allem Ausdauer in Kombination mit Krafttraining, reduziert Bauchfett auch ohne große Gewichtsveränderung. Weniger zuckerhaltige Getränke und Alkohol, mehr Ballaststoffe und ausreichend Schlaf unterstützen diesen Effekt.

Wer besonders betroffen ist

Männer lagern Fett häufiger am Bauch ein als Frauen. Nach den Wechseljahren verschiebt sich die Fettverteilung bei Frauen ebenfalls in Richtung Bauch. Auch Stress, Schlafmangel und Rauchen begünstigen Bauchfett.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Gezielt am Bauch abnehmen, etwa durch Sit-ups, funktioniert nicht. Bauchmuskeltraining stärkt die Muskeln, baut aber nicht gezielt das darüberliegende Fett ab. Auch Fatburner-Präparate sind wirkungslos.

Verwandte Begriffe

Quellen