Nordische Ernährung

Die nordische Ernährung orientiert sich an traditionellen Lebensmitteln Skandinaviens. Sie wurde als regionales Gegenstück zur mediterranen Ernährung entwickelt und setzt auf Zutaten, die auch in Mittel- und Nordeuropa wachsen. Dazu gehören Vollkorngetreide wie Roggen, Hafer und Gerste, Wurzelgemüse, Kohl, Hülsenfrüchte, Beeren, Äpfel, Rapsöl, fetter Fisch und fettarme Milchprodukte.

Warum ist das wichtig?

Für Menschen in Deutschland ist die nordische Ernährung besonders interessant, weil ihre Lebensmittel regional verfügbar und oft günstig sind. In Studien wie SYSDIET verbesserten sich unter nordischer Kost das LDL-Cholesterin (LDL: Low-Density-Lipoprotein), der Blutdruck und Entzündungswerte, meist in moderatem Umfang. Die Nordic Nutrition Recommendations 2023 empfehlen eine überwiegend pflanzliche Ernährung und berücksichtigen dabei ausdrücklich auch Umweltaspekte.

Zahlen und Referenzwerte

Typisch sind reichlich Vollkorn, mehrmals pro Woche Fisch, täglich Beeren, Obst und Gemüse sowie Rapsöl als Hauptfett. Rapsöl enthält wenig gesättigte Fettsäuren und liefert Omega-3-Fettsäuren in Form von Alpha-Linolensäure. Rotes und verarbeitetes Fleisch, Zucker und Salz spielen nur eine kleine Rolle.

Was bedeutet das im Alltag?

Roggenvollkornbrot, Haferflocken mit Beeren, Kartoffeln mit Hering oder Lachs, Ofengemüse aus Roten Beten und Möhren, Linseneintopf und Kohlsalat sind einfache Beispiele. Tiefgekühlte Beeren eignen sich gut für den Winter. Rapsöl lässt sich für Salat, Braten und Backen verwenden.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

Die nordische Ernährung ist kein Wundermittel zum Abnehmen. Ihre Stärke liegt in der Gesamtqualität und in ihrer Alltagsnähe. Für manche Menschen ist sie leichter umzusetzen als die mediterrane Kost, weil vertraute Lebensmittel im Mittelpunkt stehen.

Verwandte Begriffe

Quellen