Regional und saisonal

Regional bedeutet, dass Lebensmittel aus der näheren Umgebung stammen. Eine feste Definition gibt es nicht, und der Begriff ist rechtlich nicht geschützt. Saisonal bedeutet, dass Obst und Gemüse dann gegessen werden, wenn sie in der Region natürlich reif werden, also ohne beheiztes Gewächshaus oder lange Lagerung.

Warum ist das wichtig?

Saisonales Freilandgemüse hat meist eine besonders gute Klimabilanz, weil keine Energie für Heizung und Kühlung anfällt. Tomaten aus einem beheizten Gewächshaus im Winter können dagegen mehr Emissionen verursachen als Tomaten, die per Lkw aus Südeuropa kommen. Regionale Ware stärkt zudem die heimische Landwirtschaft und verkürzt Lieferketten. Saisonale Produkte sind oft günstiger und besonders aromatisch.

Was bedeutet das im Alltag?

  • einen Saisonkalender nutzen, etwa den des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE)
  • im Winter auf Lagergemüse wie Kohl, Möhren, Rote Bete, Pastinaken, Lauch, Kartoffeln und Äpfel setzen
  • Flugware wie frische Beeren im Winter, Spargel aus Übersee oder exotische Früchte mit kurzer Haltbarkeit meiden
  • bei Siegeln auf das Regionalfenster achten, das die Herkunft transparent macht
  • Wochenmarkt, Hofladen oder eine solidarische Landwirtschaft ausprobieren

Häufige Missverständnisse

  • Regional ist nicht automatisch klimafreundlicher. Beheizte Gewächshäuser und lange Lagerung können die Bilanz verschlechtern.
  • „Aus der Region“ auf der Verpackung ist kein geschützter Begriff.
  • Die Frage, was gegessen wird, ist für das Klima wichtiger als die Frage, woher es kommt.

Verwandte Begriffe

Quellen