Planetary Health Diet

Die Planetary Health Diet ist ein Ernährungsmuster, das die internationale EAT-Lancet-Kommission entwickelt hat. Es soll zugleich die Gesundheit der Menschen schützen und innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten bleiben. Die erste Fassung erschien 2019, im Oktober 2025 folgte ein umfassender Folgebericht.

Warum ist das wichtig?

Die Kommission schätzt, dass eine weltweite Umstellung auf diese Ernährung etwa 15 Millionen vorzeitige Todesfälle pro Jahr verhindern könnte. Gleichzeitig ließen sich die Treibhausgasemissionen des Ernährungssystems mehr als halbieren. Der Bericht von 2025 betont zusätzlich Gerechtigkeit: Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer gesunden Ernährung.

Was gehört dazu?

Die Planetary Health Diet ist flexitarisch. Sie ist reich an Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten und Nüssen und enthält moderate Mengen Milchprodukte und Fisch und nur wenig Fleisch.

LebensmittelOrientierung laut EAT-Lancet 2025
Gemüse und Obstmindestens 500 g am Tag
rotes Fleisch0 bis etwa 200 g pro Woche
Fisch0 bis etwa 700 g pro Woche
Milchprodukte0 bis 500 g am Tag
Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornals wichtige tägliche Bausteine

Die Spannbreiten sollen Raum für kulturelle Vielfalt und persönliche Vorlieben lassen. Auch eine vegetarische oder vegane Umsetzung ist möglich.

Was bedeutet das im Alltag?

Im Vergleich zur durchschnittlichen Ernährung in Deutschland bedeutet die Planetary Health Diet vor allem deutlich weniger Fleisch und Wurst und deutlich mehr Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorn. Die DGE-Empfehlungen (DGE: Deutsche Gesellschaft für Ernährung) gehen in eine ähnliche Richtung, sind aber stärker an deutsche Essgewohnheiten angepasst.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • Die Planetary Health Diet verbietet kein Fleisch. Sie empfiehlt kleinere Mengen.
  • Sie ist ein flexibler Rahmen, der sich an verschiedene Kulturen anpassen lässt.
  • Gesund und nachhaltig ist kein Widerspruch. Beides zeigt meist in dieselbe Richtung.

Verwandte Begriffe

Quellen