Die Herstellung von Lebensmitteln verursacht Treibhausgase: bei der Tierhaltung, der Düngung, der Nutzung von Flächen, der Verarbeitung, Kühlung und dem Transport. Wie groß der Klima-Fußabdruck eines Lebensmittels ist, hängt vor allem davon ab, was produziert wird, und weniger davon, wie weit es transportiert wurde.
Warum ist das wichtig?
Tierische Lebensmittel verursachen pro Kilogramm meist ein Vielfaches der Emissionen pflanzlicher Lebensmittel. Rindfleisch und Butter stehen an der Spitze, gefolgt von Käse und anderen Fleischsorten. Gemüse, Obst, Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte liegen deutlich darunter. Das liegt unter anderem daran, dass Tiere Futter benötigen, das erst angebaut werden muss, und Wiederkäuer das besonders klimawirksame Methan ausstoßen.
In Deutschland werden laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) pro Kopf rund 52 kg Fleisch im Jahr gegessen, deutlich mehr als gesundheitlich empfohlen.
Was bedeutet das im Alltag?
Die wirksamsten Hebel sind:
- weniger Fleisch und Wurst, besonders vom Rind
- mehr Hülsenfrüchte, Gemüse, Vollkorn und Nüsse
- Milchprodukte und Käse in Maßen, Butter sparsam
- weniger Lebensmittel wegwerfen, siehe Lebensmittelverschwendung
- regional und saisonal einkaufen, Flugware meiden
Der Einkauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad spart zusätzlich. Laut BZfE verursacht ein Kilometer Autofahrt etwa so viel Treibhausgas wie die Herstellung eines Kilogramms frischen Gemüses.
Häufige Missverständnisse
- Der Transport macht bei den meisten Lebensmitteln nur einen kleinen Teil der Emissionen aus. Eine Ausnahme ist Flugware.
- Bio ist nicht automatisch klimafreundlicher, hat aber andere Umweltvorteile wie mehr Artenvielfalt und weniger Pestizide.
- Pflanzliche Ersatzprodukte haben meist eine bessere Klimabilanz als ihr tierisches Vorbild, sind aber oft stark verarbeitet.