Low Carb

Low Carb bezeichnet Ernährungsformen, bei denen deutlich weniger Kohlenhydrate gegessen werden als üblich. Statt Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Süßem stehen Gemüse, Eiweißquellen und Fette stärker im Vordergrund. Eine einheitliche Definition gibt es nicht.

Warum ist das wichtig?

Low Carb kann beim Abnehmen helfen, weil viele energiedichte, stark verarbeitete Lebensmittel wegfallen und Protein und Gemüse gut sättigen. Bei Diabetes Typ 2 kann eine moderate Kohlenhydratreduktion den Blutzucker verbessern, die Deutsche Diabetes Gesellschaft nennt sie als eine mögliche Option. Langfristig unterscheiden sich die Ergebnisse von Low Carb und fettreduzierten Diäten beim Gewicht aber kaum. Entscheidend ist, welche Form dauerhaft durchgehalten wird.

Wie gesund Low Carb ist, hängt stark von der Umsetzung ab. Studien deuten darauf hin, dass pflanzenbetonte Varianten mit Nüssen, Olivenöl, Gemüse und Hülsenfrüchten günstiger sind als Varianten mit viel Fleisch, Wurst und Butter.

Zahlen und Referenzwerte

FormKohlenhydrate pro Tag
übliche Mischkostmehr als 50 % der Energie, oft 200 bis 300 g
moderates Low Carbetwa 100 bis 130 g oder 26 bis 45 % der Energie
striktes Low Carbunter 100 g
ketogene Ernährungmeist unter 50 g

Was bedeutet das im Alltag?

Sinnvoll ist, zuerst bei Zucker, Weißmehl und süßen Getränken zu sparen. Vollkorn, Hülsenfrüchte und Obst liefern wertvolle Ballaststoffe und sollten auch bei Low Carb nicht ganz verschwinden. Als Fettquellen eignen sich Pflanzenöle, Nüsse, Samen und Fisch.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • Kohlenhydrate machen nicht per se dick. Entscheidend sind Menge, Qualität und Energiebilanz.
  • Low Carb bedeutet nicht automatisch viel Fleisch und Wurst.
  • Der schnelle Gewichtsverlust in den ersten Tagen ist vor allem Wasser.

Verwandte Begriffe

Quellen