Checkliste Werbetexte prüfen

Diese Checkliste hilft Ernährungsfachkräften, eigene Werbetexte vor der Veröffentlichung auf typische Fallstricke zu prüfen. Sie ersetzt keine Rechtsberatung, deckt aber die häufigsten Probleme ab, die zu Abmahnungen führen.

Einsatz

Vor der Veröffentlichung von Website-Texten, Kursbeschreibungen, Flyern, Newslettern, Podcasts und Social-Media-Beiträgen sowie bei Kooperationen mit Herstellern.

Checkliste Aussagen

  • Es wird keine Heilung, Beseitigung oder sichere Linderung einer Krankheit versprochen.
  • Es gibt keine Garantie für Erfolg, Gewichtsverlust oder Laborwerte.
  • Es fehlen Angaben zu Tempo oder Ausmaß einer Gewichtsabnahme bei Produkten.
  • Bei Krebs, Suchterkrankungen, Infektionskrankheiten und Schwangerschaftskomplikationen wird kein Behandlungserfolg beworben.
  • Wirkaussagen zu Lebensmitteln entsprechen wörtlich einer zugelassenen Angabe der EU-Liste.
  • Es wird nicht mit Angst, Zeitdruck oder der Warnung vor Gesundheitsschäden durch Nichtkauf gearbeitet.

Checkliste Darstellung

  • Erfahrungsberichte, Vorher-nachher-Bilder und Krankengeschichten werden zurückhaltend und ohne Heilaussage genutzt.
  • Qualifikationen, Titel und Mitgliedschaften sind korrekt angegeben.
  • Werbung, Kooperationen und Affiliate-Links sind als solche gekennzeichnet.
  • Es wird nicht zur Selbstdiagnose oder zum Absetzen von Medikamenten angeleitet.
  • Bei Angeboten zu Erkrankungen wird auf die ärztliche Abklärung und Zusammenarbeit hingewiesen.

Auswertung

Trifft ein Punkt nicht zu, sollte die Formulierung überarbeitet werden. Beispiele für problematische und bessere Formulierungen stehen im Artikel Werbung und Heilversprechen. Bei Programmen für bestimmte Erkrankungen und bei Produktverkauf empfiehlt sich eine Prüfung durch Berufsverband oder Kanzlei.

Verwandte Begriffe

Quellen