CRP

CRP steht für C-reaktives Protein. Es ist ein Eiweiß, das die Leber bei Entzündungen innerhalb weniger Stunden vermehrt bildet. Der CRP-Wert im Blut ist deshalb ein gängiger Marker, um Entzündungen und Infektionen zu erkennen und ihren Verlauf zu beobachten.

Warum ist das wichtig?

Stark erhöhte Werte weisen meist auf eine akute Infektion oder Entzündung hin. Mit einem besonders empfindlichen Test (hochsensitives CRP, hs-CRP) lassen sich auch leicht erhöhte Werte messen. Diese werden mit einer dauerhaften niedriggradigen Entzündung in Verbindung gebracht, wie sie bei Adipositas, Diabetes Typ 2 und Arteriosklerose vorkommt.

Für die Ernährung ist CRP auch wichtig, weil Entzündungen andere Werte verfälschen. Das Ferritin steigt bei Entzündungen an und kann dann einen Eisenmangel verdecken.

Zahlen und Referenzwerte

Als Orientierung gilt ein CRP unter etwa 5 mg/l als unauffällig. Die genaue Grenze hängt vom Labor ab. Beim hs-CRP werden Werte unter 1 mg/l mit einem niedrigen, 1 bis 3 mg/l mit einem mittleren und über 3 mg/l mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko verbunden, wenn keine akute Infektion vorliegt.

Was bedeutet das im Alltag?

Eine ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung, Bewegung, ein gesundes Körpergewicht, ausreichend Schlaf und der Verzicht auf Rauchen gehen in Studien mit niedrigeren Entzündungswerten einher. Die mediterrane Ernährung ist hier besonders gut untersucht. Einzelne „anti-entzündliche“ Lebensmittel oder Präparate haben keinen vergleichbaren Effekt.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • Ein erhöhter CRP-Wert ist ein Hinweis, dessen Ursache geklärt werden muss. Eine Diagnose ist er nicht.
  • Nahrungsergänzungsmittel wie Kurkuma-Kapseln senken das CRP nicht zuverlässig.
  • Nach Infekten oder intensivem Sport kann der Wert vorübergehend erhöht sein.

Verwandte Begriffe

Quellen