Muttermilch ist die natürliche und beste Nahrung für Säuglinge. Sie passt sich in ihrer Zusammensetzung an den Bedarf des Kindes an und enthält Abwehrstoffe, die vor Infektionen schützen. Die Ernährung der Mutter beeinflusst vor allem den Gehalt an Jod, Docosahexaensäure (DHA) und einigen Vitaminen in der Milch.
Warum ist das wichtig?
Stillen schützt Kinder vor Durchfall, Mittelohrentzündung und anderen Infekten und senkt das Risiko für Übergewicht im späteren Leben. Für Mütter ist es mit einem geringeren Risiko für Brustkrebs, Eierstockkrebs und Diabetes Typ 2 verbunden.
Zahlen und Referenzwerte
Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt, Säuglinge im ersten Lebenshalbjahr zu stillen, mindestens bis zum Beginn des 5. Monats ausschließlich. Auch nach Einführung der Beikost kann so lange weitergestillt werden, wie Mutter und Kind es möchten.
Der Energiebedarf ist beim vollen Stillen erhöht. Stillende sollten täglich ein Jodpräparat mit 100 µg einnehmen und Jodsalz verwenden. Für die DHA-Versorgung sind ein- bis zweimal pro Woche Meeresfisch, darunter fettreicher Fisch, empfohlen, sonst ein Präparat mit etwa 200 mg DHA.
Was bedeutet das im Alltag?
Stillende brauchen keine besondere Diät. Eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung und reichlich Trinken, zum Beispiel ein Glas Wasser bei jeder Stillmahlzeit, sind die Basis. Blähende Lebensmittel müssen nicht vorsorglich gemieden werden.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
- Stillende müssen keine allergenen Lebensmittel meiden, um Allergien beim Kind vorzubeugen.
- Viel trinken steigert die Milchmenge nicht automatisch. Nach Durst trinken reicht.
- Auch nach Einführung der Beikost hat Muttermilch weiter einen Wert.