Gegen Ende des ersten Lebensjahres wechseln Kinder schrittweise vom Brei zum Familientisch. Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren können im Wesentlichen das essen, was die Familie isst, wenn es ausgewogen und nur mild gewürzt ist.
Warum ist das wichtig?
In dieser Phase entwickeln Kinder ihre Vorlieben und Abneigungen. Sie wollen selbst essen und entscheiden, wie viel sie essen. Gemeinsame Mahlzeiten, Vorbilder und eine entspannte Atmosphäre fördern ein gesundes Essverhalten und ein gutes Gespür für Hunger und Sättigung.
Was bedeutet das im Alltag?
- drei Hauptmahlzeiten und zwei kleine Zwischenmahlzeiten zu festen Zeiten
- reichlich Gemüse, Obst, Vollkorn und Getränke, mäßig Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier, sparsam Süßes und Fettes
- Wasser und ungesüßte Tees als Getränke, keine Säfte oder Limonaden als Durstlöscher
- Milch und Milchprodukte in kindgerechten Mengen, spezielle Kleinkindmilch ist nicht nötig
- wenig Salz und Zucker, keine scharfen Gewürze
Kinder dürfen selbst entscheiden, wie viel sie essen. Eltern bestimmen, was und wann es etwas gibt. Das Prinzip stärkt die natürliche Selbstregulation.
Wann fachliche Einordnung wichtig ist
Häufige Missverständnisse
- Wählerisches Essen ist in diesem Alter normal und geht meist vorbei.
- Kinder müssen nicht aufessen. Zwang verstärkt Abneigungen.
- Süßes als Belohnung oder Trost macht es besonders begehrenswert.