Intuitives Essen

Intuitives Essen ist ein Konzept, das die Ernährungsberaterinnen Evelyn Tribole und Elyse Resch in den 1990er-Jahren in den USA entwickelt haben. Es setzt auf die körpereigenen Signale von Hunger und Sättigung statt auf Diätregeln, Kalorienzählen und Verbote.

Warum ist das wichtig?

Viele Menschen haben nach wiederholten Diäten den Kontakt zu ihren Körpersignalen verloren. Intuitives Essen will diesen wieder herstellen und einen entspannten, schuldfreien Umgang mit Essen fördern. Studien verbinden intuitives Essen mit einem besseren Körperbild, weniger gestörtem Essverhalten und höherem psychischem Wohlbefinden. Auf das Gewicht sind die Effekte gering.

Die Grundgedanken

  • die Diätmentalität ablegen
  • Hunger ernst nehmen und Sättigung wahrnehmen
  • allen Lebensmitteln die Erlaubnis geben
  • Gefühle ohne Essen bewältigen lernen
  • den eigenen Körper respektieren
  • Bewegung als Wohlgefühl erleben
  • sanft auf die Gesundheit achten, ohne Perfektion

Was bedeutet das im Alltag?

Intuitives Essen bedeutet nicht, nur noch Süßes zu essen. Wer sich alles erlaubt, verliert oft das Verlangen nach Verbotenem. Gleichzeitig spielen Nährstoffe und Gesundheit weiter eine Rolle, nur ohne starre Regeln. Das Konzept lässt sich gut mit den Empfehlungen einer pflanzenbetonten Ernährung verbinden.

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • Intuitives Essen ist keine Erlaubnis, sich ungesund zu ernähren.
  • Es ist keine Methode zum Abnehmen.
  • Hunger und Sättigung wahrzunehmen, braucht oft Übung.

Verwandte Begriffe

Quellen