Achtsames Essen

Achtsames Essen, englisch Mindful Eating, bedeutet, mit voller Aufmerksamkeit zu essen. Es geht darum, Hunger und Sättigung bewusst wahrzunehmen, Geschmack, Geruch und Konsistenz zu erleben und ohne Ablenkung und Bewertung zu essen.

Warum ist das wichtig?

Viele Mahlzeiten werden nebenbei gegessen, vor dem Bildschirm, im Gehen oder am Schreibtisch. Dabei werden Sättigungssignale leicht überhört. Studien zeigen, dass achtsamkeitsbasierte Ansätze emotionales Essen und Essanfälle verringern und das Wohlbefinden beim Essen verbessern können. Auf das Körpergewicht wirken sie in Studien uneinheitlich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nimmt achtsames Essen in ihre Kernbotschaften auf: Mahlzeiten sollen in Ruhe genossen werden.

Was bedeutet das im Alltag?

  • vor dem Essen kurz innehalten und den eigenen Hunger wahrnehmen
  • ohne Handy, Fernseher oder Arbeit essen
  • kleine Bissen nehmen, gut kauen und zwischendurch das Besteck ablegen
  • auf Geschmack, Konsistenz und Geruch achten
  • in der Mitte der Mahlzeit prüfen, wie satt man schon ist

Wann fachliche Einordnung wichtig ist

Häufige Missverständnisse

  • Achtsames Essen ist keine Diät und hat keine Verbote.
  • Es muss nicht jede Mahlzeit achtsam sein. Auch kleine Schritte wirken.
  • Langsam essen heißt nicht, dass eine Mahlzeit eine Stunde dauern muss.

Verwandte Begriffe

Quellen