
Herbst auf dem Teller: Genuss, Gemütlichkeit und gute Ernährung
Ein genussvolles Herbstmenü mit saisonalen Zutaten und abwechslungsreichen Rezepten für eine ausgewogene Ernährung im Alltag zur Jahreszeit.
FachthemenDigital
Sie stecken Ihre Gesundheitskarte in der Apotheke ins Lesegerät, und kurz darauf liegt Ihr Medikament auf dem Tresen. Ein Papierrezept gab es nicht. Auch der gelbe Krankenschein für den Arbeitgeber ist Geschichte. Dass das funktioniert, verdanken Sie einem Netz, von dem die meisten noch nie gehört haben: der Telematikinfrastruktur, kurz TI.
Der sperrige Name setzt sich aus Telekommunikation und Informatik zusammen. Gemeint ist ein eigenes, abgeschottetes Datennetz für das deutsche Gesundheitswesen. Über die TI tauschen Praxen, Apotheken, Kliniken und Krankenkassen medizinische Informationen aus, und zwar verschlüsselt. Hinein kommt nur, wer geprüft und zugelassen ist.
Man kann sich die TI wie die Leitungen in einem Haus vorstellen: Im Alltag sieht man sie nicht. Spürbar wird sie erst über das, was sie möglich macht.
Aufbau und Weiterentwicklung liegen gesetzlich bei der gematik GmbH. Mehrheitseigner ist der Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Gesundheit. Die übrigen Anteile halten Verbände der Ärzteschaft, der Apotheken, der Kliniken und der Krankenkassen. In Sicherheitsfragen arbeitet die gematik mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zusammen, beim Datenschutz mit der Bundesdatenschutzbeauftragten.
Angeschlossen sind heute Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen, Apotheken, Krankenhäuser und Krankenkassen. Seit Juli 2025 müssen sich auch Pflegeheime und Pflegedienste anbinden. Hebammen und therapeutische Praxen kommen nach und nach hinzu.
Daneben nutzen Fachleute die TI untereinander, etwa für verschlüsselte E-Mails mit Arztbriefen oder einen eigenen Messenger.
Wer auf die TI zugreift, muss sich ausweisen: Sie mit Ihrer Gesundheitskarte, Ärztinnen und Ärzte mit einem elektronischen Heilberufsausweis, Einrichtungen mit einer eigenen Institutionskarte. Jeder Zugriff lässt sich so später nachvollziehen.
Bei der Patientenakte entscheiden Sie mit. Sie können ihr ganz widersprechen oder einzelnen Praxen den Zugriff entziehen. In der App Ihrer Krankenkasse sehen Sie, wer Ihre Akte geöffnet hat. Vollkommen sicher ist allerdings kein System. Störungen und veraltete Technik haben in den vergangenen Jahren eine Debatte über eine robustere Architektur angestoßen.
Eine Anbindung ist heute für fast alle Einrichtungen sinnvoll, die gesetzlich Versicherte behandeln oder versorgen. Für viele ist sie bereits Pflicht:
Schrittweise kommen weitere Gesundheitsberufe hinzu, etwa therapeutische Praxen und Hebammen. Für sie lohnt sich der Einstieg, weil der Austausch mit Arztpraxen und Kliniken zunehmend digital über die TI läuft. Berufsgruppen ohne eigene Kammer erhalten den nötigen Zugangsausweis für ihre Einrichtung über das elektronische Gesundheitsberuferegister. Die Kosten für Anschluss und Betrieb werden vielen Einrichtungen über eine monatliche TI-Pauschale erstattet. Ihre Höhe hängt von der Art der Einrichtung und den genutzten Anwendungen ab.
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