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Ernährungswandel setzt Impuls im Präventionsmarkt

Deutschlands Gesundheitsausgaben liegen bei rund 500 Milliarden Euro jährlich und damit bei über zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Statistisches Bundesamt). Der überwiegende Teil dieses Volumens fließt in Behandlung, Pflege und Arzneimittelversorgung. Zudem weist das Robert Koch-Institut darauf hin, dass chronische Erkrankungen die Krankheitslast in Deutschland maßgeblich prägen, mit weitreichenden Folgen für Versorgung und Ressourcen.

Gleichzeitig ist Gesundheitsprävention im System deutlich schwächer verankert als Behandlung und Versorgung. Nur ein geringer Teil der Gesundheitsausgaben (zuletzt 5%) wird für Programme zur Förderung gesunder Lebensweisen eingesetzt. Dieses strukturelle Missverhältnis erhöht langfristig den Druck auf das Gesundheitssystem.

Auch der Public Health Index (PHI) macht den Handlungsbedarf deutlich: Im internationalen Vergleich liegt Deutschland weit hinten und belegt unter 18 untersuchten Ländern den vorletzten Platz bei der Umsetzung wissenschaftlich empfohlener Präventionsmaßnahmen.

Deutschland kann sich sein aktuelles System auf Dauer nicht leisten – weder gesundheitspolitisch noch wirtschaftlich. Wir brauchen eine Neuausrichtung hin zu mehr Prävention, wenn wir nicht weiter in der Kostenspirale gefangen bleiben wollen.

Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS)

Vor diesem Hintergrund baut Ernährungswandel seine Geschäftsfelder gezielt aus und positioniert Ernährung als verbindendes Element zwischen Wirtschaft, medizinischer Versorgung und kommunaler Gesundheitsstrategie.

Mehr Wirkung durch strukturierte Angebote für zentrale Bereiche

Ernährungswandel erweitert sein Beratungs- und Bildungsangebot sektorenübergreifend für genau jene Akteure, die Prävention im Alltag möglich machen.

Unternehmen Im Rahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) und betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) verankert Ernährungswandel die Ernährung als Leistungs- und Produktivitätsfaktor. Unternehmen erhalten strukturierte, langfristig planbare Formate, die sich in bestehende BGM Strukturen integrieren lassen und über Einzelmaßnahmen der BGF hinausgehen.

Ernährungsfachkräfte Die Ernährungswandel Weiterbildung qualifiziert Fachkräfte in Strategie, Gesprächsführung, digitalen Kompetenzen & künstlicher Intelligenz, sowie Marketing und Datenschutz. Über das Ernährungswandel Netzwerk werden Austausch, Sichtbarkeit und Kooperationen strukturiert ermöglicht.

Apotheken Eine eigene Fortbildungsreihe unterstützt Apotheken dabei, ernährungsbezogene Prävention gezielt in ihre Beratung zu integrieren. So entwickeln sie sich zu kompetenten Ansprechpartnern für ernährungsbedingte Gesundheitsrisiken.

Arztpraxen Fortbildungen und digitale Angebote unterstützen Arztpraxen dabei, Ernährung strukturiert in den Praxisalltag zu integrieren, ohne zusätzliche Belastung für das Team. Darüber hinaus können Ärzte Kooperationspartner für Ernährungstherapie über das Ernährungswandel Netzwerk ansprechen.

Kommunen Ernährungsprogramme werden als Bestandteil kommunaler Gesundheitsstrategien verankert. Ernährungswandel hat unter anderem an der Erstellung der Ernährungsstrategie der Stadt Leipzig mitgewirkt und bringt diese Erfahrungen in bundesweite Projekte ein.

Kitas & Schulen Ernährungswandel unterstützt pädagogische Fach- und Lehrkräfte mit Fortbildungen sowie Vorträgen und Praxisworkshops, die auf den Alltag der Einrichtung und der Ziele im Rahmen von Ernährungsbildung bei Kindern und Jugendlichen abgestimmt sind.

Ernährung als strukturgebendes Element

Wir verstehen Ernährung nicht als isolierte Maßnahme, sondern als strukturgebendes Element im Präventionsmarkt. Unternehmen, Apotheken, Praxen und Kommunen brauchen abgestimmte Lösungen und keine Einzelprojekte. Mit dem Ausbau unserer Geschäftsfelder setzen wir bewusst ein Marktsignal.

so die Gründerin und Geschäftsführerin von Ernährungswandel, Friedericke Kirsten.

Die analogen Strukturen werden durch eigene digitale Lösungen ergänzt, um Vernetzung, Qualitätssicherung und Skalierbarkeit sicherzustellen und messbar zu machen.

Damit positioniert sich Ernährungswandel als aktiver Gestalter des deutschen Präventionsmarktes und entwickelt Angebote so, dass sie in verschiedenen Bereichen greifen und bundesweit skalieren.

Weitere Informationen

Akteure aus Wirtschaft, Versorgung und öffentlicher Hand, die Prävention neu denken möchten, können sich unter ewandel.de über Möglichkeiten der Zusammenarbeit informieren.