Das Open Knowledge Format, kurz OKF, ist ein offenes Format, mit dem kuratiertes Wissen in Markdown-Dateien mit YAML-Frontmatter beschrieben werden kann. Für ewandel Wissen ist das interessant, weil fachliche Inhalte, Metadaten, Quellen und Beziehungen so menschenlesbar bleiben und zugleich von KI-Systemen verarbeitet werden können.
Warum OKF
KI-Agenten und Sprachmodelle brauchen Kontext. Dieser Kontext liegt oft verteilt in Wikis, Dokumenten, Datenkatalogen, Code-Kommentaren, Tabellenbeschreibungen oder internen Notizen. OKF setzt an dieser Stelle an: Wissen soll in einem einfachen, portablen Format beschrieben werden, das Menschen lesen und Agenten auswerten können.
Google Cloud beschreibt OKF als offene Spezifikation, die das Muster eines LLM-Wikis in ein portables und interoperables Format überführt. OKF soll herstellerneutral, agentenfreundlich und menschenlesbar sein. Die Grundform ist bewusst einfach: ein Verzeichnis aus Markdown-Dateien mit YAML-Frontmatter, ohne verpflichtendes SDK und ohne feste Plattformbindung.
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Das Prinzip
Ein OKF-Bundle ist ein Ordner mit Markdown-Dateien. Jede Datei beschreibt ein Konzept. Das kann zum Beispiel eine Tabelle, ein Datensatz, eine Metrik, ein API-Endpunkt, ein Playbook, eine Quelle oder ein anderer Wissensbaustein sein.
Jede Konzeptdatei besteht aus zwei Teilen:
- YAML-Frontmatter für strukturierte Felder wie Typ, Titel, Beschreibung, Ressource, Tags und Zeitstempel
- Markdown-Inhalt für Erläuterungen, Beispiele, Tabellen, Quellen und Verknüpfungen
Die Datei selbst bleibt lesbar. Gleichzeitig können Suchsysteme, Agenten, RAG-Pipelines oder Visualisierungen die Frontmatter-Felder nutzen, um Inhalte zu filtern, zu sortieren und mit anderen Konzepten zu verknüpfen.
Was OKF auszeichnet
Menschenlesbar
OKF setzt auf Markdown. Inhalte können in normalen Editoren, Git-Repositories oder Dokumentationssystemen gelesen und bearbeitet werden.
Agentenlesbar
YAML-Frontmatter macht zentrale Metadaten strukturiert auswertbar. Agenten können Konzepte gezielter abrufen, einordnen und miteinander verknüpfen.
Portabel
Ein OKF-Bundle ist ein Verzeichnis aus Dateien. Es kann in Git versioniert, als Archiv verteilt, auf einem Dateisystem bereitgestellt oder von verschiedenen Werkzeugen gelesen werden.
Bedeutung für ewandel Wissen
ewandel Wissen wird bereits als strukturierter Wissensbereich mit Markdown-Inhalten, internen Links und redaktionellen Metadaten entwickelt. OKF passt deshalb gut zur technischen Richtung: Inhalte sollen nicht nur als Webseiten funktionieren, sondern auch als Wissensbausteine für digitale Systeme.
Für ewandel Wissen könnte ein OKF-orientierter Aufbau helfen, folgende Informationen maschinenlesbar zu machen:
- Thema und fachlicher Typ eines Wissenseintrags
- Zielgruppe und fachliche Tiefe
- Quellen, Reviewstatus und Aktualisierungsdatum
- Beziehungen zwischen Begriffen, Erkrankungen, Nährstoffen, Materialien und Quellen
- Grenzen der Aussage und Hinweise auf Beratung oder medizinische Abklärung
- Anschluss an RAG-Systeme, APIs und MCP-Anbindungen
Damit kann ewandel Wissen langfristig eine Brücke schlagen: Die Inhalte bleiben redaktionell kontrolliert und öffentlich lesbar, während KI-Anwendungen gezielt geprüften Kontext abrufen können.
Einordnung für Gesundheitswissen
OKF beschreibt ein technisches Format. Die fachliche Qualität entsteht dadurch nicht automatisch. Bei Gesundheits- und Ernährungsinformationen bleiben Quellenarbeit, Review, Aktualisierung, redaktionelle Verantwortung und klare Nutzungsgrenzen entscheidend.
Für ewandel Wissen bedeutet das:
- OKF kann Struktur und Austauschbarkeit verbessern.
- Fachliche Aussagen müssen weiterhin quellenbasiert geprüft werden.
- Gesundheitsbezogene Inhalte brauchen klare Grenzen und Verantwortlichkeiten.
- Technische Offenheit muss mit redaktioneller Unabhängigkeit verbunden bleiben.
Verbindung zu LLMs, RAG und MCP
OKF kann eine passende Grundlage für KI-Anwendungen sein, weil es Wissen in kleinen, verlinkten und versionierbaren Einheiten beschreibt. RAG-Systeme können solche Einheiten abrufen, APIs können sie gezielt ausliefern und MCP-Anbindungen können Agenten kontrollierten Zugriff auf Kontext und Werkzeuge geben.
Für ewandel Wissen ist OKF deshalb kein Selbstzweck. Es ist ein möglicher Baustein, um geprüfte Ernährungsinformationen so bereitzustellen, dass Menschen, Fachkräfte und digitale Systeme mit derselben fachlichen Grundlage arbeiten können.